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Ausgewählte Pressestimmen

... als Komponist:
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Das Herzstück der CD ist aber zweifelsohne "Tenet", das Hefti als dritten Teil seines fünfteiligen Sator-Zyklus' ausweist. Es handelt sich um einen Liederzyklus für Sopran (eine brillante Sylvia Nopper) und Ensemble (Zürcher Kammerensemble unter Leitung des Komponisten). "Tenet" ist im Auftrag der Schweizer Thyll-Dürr-Stiftung für das brasilianische Ensemble Mentemanuque geschrieben worden und ist ein echter Wurf. Der Zyklus überzeugt sowohl dank hoher formaler Geschlossenheit als auch der Meisterschaft in der klanglichen Umsetzung der zugrunde liegenden Gedichte Else Lasker-Schülers. Zahlreiche orchestrale Farben erweitern den expressiven Orchesterklang in die Extreme von Dynamik, Tonumfang und Klanglichkeit. Letztere scheint phasenweise Assoziationen an elektroakustische Musik oder die Musique Spectrale Gérard Griseys zu wecken und von der Singstimme als eine Art Cantus firmus zu einem stimmigen Ganzen gefasst zu werden. (Codex Flores, cf)

 
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Dramatischer Mondschatten: Uraufführung von David Philip Hefti
Der "Mondschatten" (2006), ein neues Stück für Violine und Marimba von David Philip Hefti, hat viele Gestalten: Er ist kein körper- und wesenloses Gebilde, denn die Musik packt über weite Strecken kräftig zu und geht auf gestisch sehr direkte Weise zur Sache. Ein Werk, das vielleicht auch als Ballett getanzt werden könnte. Die so verschiedenen musikalischen Verhaltensweisen, die in "Mondschatten" anzutreffen sind, wurden alle vom Komponisten aus einem zentralen Materialkern abgeleitet. Die Spannweite des Ausdrucks führt nun von der durch leise Impulse markierten Stille des Anfangs - die Spannung, die Hefti so erzeugt, ist stark - bis zu einem dithyrambischen, wild rhythmischen Tanz, der durchaus auch eine reinigende Wirkung hat. Durch ständig sich verändernde Körperzustände, die musikalisch vermittelt werden, baut sich eine Form von eigener Logik auf, und Reprisen wirken zwingend. (...) Heftis "Mondschatten" war bei Rahel Cunz (Violine) und Jacqueline Ott Yesilalp (Marimba) bestens aufgehoben; ihre Interpretation fesselte. (Neue Zürcher Zeitung NZZ, Alfred Zimmerlin)

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Querverbindungen: Das Trio Caleidoscopio in Zürich
Selten bietet ein Kammermusikkonzert so viele Querverbindungen wie dasjenige des Trio Caleidoscopio in der Tonhalle Zürich. Und selten fügt sich eine Uraufführung organischer zu Stücken der jüngeren und älteren Vergangenheit. Der Geiger Primoz Novsak, der Cellist Thomas Grossenbacher und die Pianistin Keiko Tamura, die seit 1999 in dieser Formation spielen, haben beim jungen Zürcher Komponisten David Philip Hefti ein Trio bestellt, das auf sie zugeschnitten sein sollte. Hefti ging noch einen Schritt weiter und bezog in seine Komposition auch die beiden Stücke ein, die im Konzert vorher und nachher erklangen: Mozarts Klaviertrio in G-Dur KV 564 und Schostakowitschs Klaviertrio in e-Moll op. 67.
"Schattenspie(ge)l" nennt Hefti seine Komposition, und das Trio Caleidoscopio hat es in packender Weise aus der Taufe gehoben. Rückbezüge zu Mozart boten etwa die klassische Viersätzigkeit des Werks oder der Dualismus innerhalb der Sätze. So bewegt sich beispielsweise der erste Satz, "Dalla luce all'ombra", im Spannungsfeld zwischen Geräuschhaftem und Melodischem, rhythmisch Pulsierendem und rhythmisch Freiem, zwischen Licht und Schatten. Auch der Espressivo-Ton der Streichinstrumente im langsamen Satz machte Analogien zu Mozart hörbar, während der Schlusssatz, "Scherzare col fuoco", mit seiner Komplementärrhythmik und seiner unaufhaltsamen Steigerung bis zum Gehtnichtmehr das Feld für Schostakowitsch bereitete. Heftis Trio vermittelte somit nachvollziehbar zwischen der heiteren Welt Mozarts und der düsteren und ringenden Trauermusik des Russen. Auf der interpretatorischen Ebene gelang die Charakterisierung der drei Komponistenwelten eindrucksvoll. Die drei Musiker spannten einen grossartigen Bogen von der problemlosen Spielfreude des ersten Werks über die Januskopf-Gestalt des uraufgeführten Trios bis zur Radikalität des dritten. Und sie schonten sich dabei nicht im Mindesten. (Neue Zürcher Zeitung NZZ, Thomas Schacher)

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(K)ein Mahler: David Philip Heftis "Wunderhorn"
Wunderhorn - womit verbinden wir diesen Begriff? Dem literarisch Gebildeten kommt die Liedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" von Clemens Brentano und Achim von Arnim in den Sinn. Der Musikfreund denkt an die Vertonungen Gustav Mahlers. Der Zürcher Komponist David Philip Hefti spielt, wenn auch versteckt, mit beiden Bedeutungen. Für seine "Wunderhorn-Musik" für Violine und Ensemble liess er sich von der besagten Textsammlung anregen, was sich in den Titeln der sieben Klangbilder niedergeschlagen hat. Am Sonntag wurde Heftis Komposition von der Geigerin Rahel Cunz und dem Ensemble TaG unter der Leitung von Jac van Steen im Theater am Gleis in Winterthur uraufgeführt.
Zu hören bekam man eine Musik, die in jedem Satz ihr eigenes Gepräge aufweist, eine Musik auch, die sich nicht anbiedert und die doch schon beim ersten Höreindruck zu fesseln vermag. Diese positiven Eindrücke des Werks gingen Hand in Hand mit der qualitativ hochstehenden Interpretation. Rahel Cunz nutzte in ihrem Part, der die ganze Bandbreite zwischen solistischem Konzertieren und kammermusikalischer Eingliederung ausfüllt, ihre reichen spieltechnischen und ausdrucksmässigen Möglichkeiten voll aus. Und Mahler? Die ersten drei Klangbilder schienen mit ihm nichts zu tun zu haben. Doch in der Mitte, in "Abendstern", tauchte eine kantilenenschwangere Adagiomusik auf, und dann stiess das Horn die Tür auf zu nostalgischen Klängen, die tatsächlich an Mahler erinnerten. Die Gegenwelt war bei der "Greuelhochzeit" erreicht, bei der es gespenstisch und am Schluss richtig bedrohlich zuging. (Neue Zürcher Zeitung NZZ, Thomas Schacher)

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Le trio "Schattenspie(ge)l" de David Philip Hefti mêlait avec talent musique sérielle, accélérations et catastrophes, soliloques et furia. (L'Indépendant, Michèle Fizaine)

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Im Zentrum steht der gleichnamige Liederzyklus ("Rosenblätter") des jungen Komponisten David Philip Hefti, der auf 15 Notenblättern Texte von Rose Ausländer vertont hat. Judith Schmid hat den Zyklus in Auftrag gegeben, und Hefti hat ihre wandelbare, strahlkräftige Stimme offenbar genau beobachtet, bevor er seine Lieder komponiert hat. Es sind hoch expressive Miniaturen, in denen romantische Emphase und zeitgenössische Gesangstechniken zusammenfinden, in denen auch der Pianist Oliver Schnyder weit mehr ist als ein Begleiter. (Tages-Anzeiger Zürich, Susanne Kübler)

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Der Bogen scheint zu fliegen, sich aufzubäumen, sanft nachzugeben, sich zurückzuziehen, zu fliehen. Aber er hält nur inne, um von neuem zu beschleunigen, zu überreden, ja zu flirten: Die Rede ist von der Komposition David Philip Heftis, 1975, DIARIUM, komponiert 1999, von Stefan Tönz im März dieses Jahres in Zürich uraufgeführt und am 3. April 2003 in Venedig zum zweiten Mal öffentlich vorgetragen. Hinreissend: Man erlebt den Frühling, Vogelgezwitscher, Gewitterstürme, Ahnungen und Widerstände, Gesang und Klage, schmerzliche Schläge der Pizzicati des langen kleinen Fingers, dann die Entspannung, das langsame ruhige Ausatmen. Eine ungemein lebendige, anschauliche, spektakuläre Musik. (Maria Cortese Scarpa, Venedig)

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Intensiver Zugang zu Trakl
Besonders haften blieb David Philip Heftis "Mondschatten" (2006) nach dem Gedicht von Georg Trakl. Ein Stück mit überzeugenden Gesten, mit klaren, starken Klangideen und Emotionen. Oft rituell gesetzt und die Möglichkeiten Marimba-Violine viel mehr als bloss klanglich ausnutzend, kam da eine über weite Teile sehr genau aufgeladene Trauermusik, die es vermochte, tief in Trakls Welten einzudringen. (St. Galler Tagblatt)

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Zuvor hatte Oliver Schnyder sein durchsichtiges Mozart-Spiel im Rondo D-Dur für Klavier und Orchester KV 382 mit einer Kadenz gekrönt, die David Philip Hefti eigens für ihn komponiert hatte und die auf begeisterte Zustimmung stiess. (Neue Zürcher Zeitung NZZ, Jürg Huber)

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Komponist David Philip Hefti vertonte Szenen von elegischer Dichte bis zum rhythmischen Geräusch. Begeisternde Klangpoesie! (Schweizer Illustrierte, Uli von Erlach)

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Noch einmal Bach, nun in zeitgenössischer Spiegelung, gab es in Heftis "Counterpoints on ‚come, sweet death'". Nicht nur die ansonsten selten eingesetzte Kontrabassklarinette kommt dabei der Choralmelodie "Komm, süsser Tod" zuweilen bedrohlich nahe. Scherenartig aufeinander zulaufende Gegenstimmen überschneiden sich und wenden den musikalischen Ausdruck gleichsam nach innen, heftige schlagartige Anblasgeräusche drängen ihn für Momente gar in den Hintergrund. Bemerkenswert die satztechnische Ökonomie: Jeder Ton erhält im genau geplanten Ablauf seinen eigenen, zwingenden Platz. (St. Galler Tagblatt)

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Der Musikwissenschafter Patrick Müller charakterisierte die Kompositionen Heftis als Synthese zwischen horizontalen und vertikalen Strukturen und als Gebilde, in denen die Gefühlswelten in ihrer Gegensätzlichkeit aufeinander prallen. Der Geiger Stefan Tönz konkretisierte diese Gedanken mit der Aufführung der Komposition "Diarium" für Violine solo. (Neue Zürcher Zeitung NZZ, Thomas Schacher)

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Der Höhepunkt war sicherlich die Welturaufführung des Werks "O, star! II" des jungen Zürcher Komponisten David Philip Hefti. Ein Werk der grossen Kontraste in Dynamik, Tempo und Ausdruck, das vom Ausführenden, fast wäre man geneigt zu sagen Artisten, sehr viel abverlangt. So ist bezeichnenderweise an zwei Stellen im Partiturtext die Geschwindigkeitsangabe "etwas schneller als möglich" zu finden. Der Solist und der anwesende Komponist wurden mit ausgiebigem Applaus bedacht. (Aargauer Zeitung)

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David Philip Heftis Tonsprache verbindet eine ausgeprägte Expressivität mit konstruktiver Logik, die nicht bloss im Hintergrund als Zurüstung des Tonmaterials sondern auch auf der Ebene der Wahrnehmung wirksam wird. Dabei entwickeln sich die verschiedenen musikalischen Parameter - Melodik, Harmonik und Rhythmik - in freien, gleichsam vegetativen Vorgängen. Aufgrund der enormen Spannweite zwischen freier Entfaltung, starkem Ausdruck und strenger Kontrapunktik strahlt seine Musik eine Faszination aus, die durch die Farbigkeit ihrer Klanggebung und die symbolische Vieldeutigkeit ihrer Motive noch intensiviert wird. (Tages-Anzeiger Zürich)